Wann ist eine Migränevorbeugung sinnvoll?
Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt bei sehr häufigen oder lang anhaltenden bzw. schweren Migräneattacken eine medikamentöse Vorbeugung. Ziel der vorbeugenden Behandlung ist es, die Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken zu reduzieren. Außerdem verringert eine Migräne Vorbeugung das Risiko eines zu hohen Schmerzmittelkonsums. Eine MigräneVorbeugung ist ratsam, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft:
- mehr als zwei Attacken pro Monat
- an mehr als zehn Tagen pro Monat Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln
- mehr als 48 Stunden Dauer
- unerträgliche Schmerzen und Einschränkungen
- Nebenwirkungen der Akuttherapie
- Attackenfrequenz nimmt zu
- neurologische Ausfälle wie z. B. Sehstörungen
Eine vorbeugende Behandlung sollte mindestens sechs Monate andauern, bevor das Medikament abgesetzt wird.
Bei erneut zunehmenden Beschwerden kann die Behandlung wiederholt werden.




