Die Pestwurz – eine europäische Heilpflanze mit großer Tradition
Der Name Petasites stammt von Dioscurides (1. Jahrhundert), den die
Pestwurzblätter an einen breitkrempigen Hut (Petasos [griechisch])
erinnerten. Im antiken Griechenland wurde die Pflanze bei Entzündungen,
Geschwüren und Wunden aufgelegt.
Im Mittelalter diente die Pflanze wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung
als Mittel gegen die Pest – daher auch ihr Name. Die englische
Bezeichnung „butterbur“ stammt aus der Angewohnheit in England,
Butterstücke im Sommer zum Schutz gegen die heißen Temperaturen in die
Blätter der Pestwurz einzuwickeln.
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Steckbrief Pestwurz
- Wissenschaftlicher Name:
Petasites hybridus, engl. butterbur
Gehört zur Familie der Korbblütler - Vorkommen:
Nord- und Mitteleuropa, Nordamerika, Teile Asiens
- Blütezeit:
März bis Mai - Erntezeit:
Frühjahr und Herbst - Heilwirkung:
schmerzstillend, entzündungshemmend, krampflösend, entspannend
- Anwendung bei:
Migräne
Da spezifische Untersuchungen nicht vorliegen, sollte Pestwurz während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden - Besonderheit:
Wirksamkeit bei Migräne nur für einen pflanzlichen Spezialextrakt nachgewiesen, nicht für homöopathische Zubereitungen
