Pestwurz – die Heilpflanze

Pestwurz (Petasites hybridus) gegen Migräne

Pestwurz-Extrakt gilt als wirksame und sehr gut verträgliche Migränevorbeugung

Migräne ist eine sehr belastende Erkrankung, die das soziale Leben, Schule und Berufsleben erheblich stört. Eine ideale Migräneprophylaxe ist die pflanzliche Behandlung mit Pestwurz (lat. Petasites hybridus, engl. Butterbur), weil sie wirksam und gut verträglich ist und unter der Therapie kaum Nebenwirkungen auftreten. Das ist das Fazit einer aktuellen Übersichtsarbeit, die in der Ärztezeitschrift "Complementary Therapies in Clinical Practice" veröffentlicht wurde.

58% weniger Schmerzattacken mit Pestwurz-Extrakt

Für den patentierten Pestwurz-Spezialextrakt (in Deutschland bis 2009 unter dem Namen Petadolex) liegen eine Vielzahl von kontrollierten Studien vor, die zu der Aufnahme in die offiziellen Therapieleitlinien bei Migräne geführt haben. In den aktuellen US-Leitlinien zur Migräneprophylaxe erhält der Pestwurz-Extrakt die Bestnote.

Bei Erwachsenen zeigte sich in einer plazebokontrollierten Studie eine Reduktion der Migräneattacken um bis zu 58% mit Pestwurz-Extrakt. In einer offenen Studie mit Kindern konnten 77% der kleinen Patienten ihre Migräneanfälle um mindestens die Hälfte senken.

Hohe Wirksamkeit, gut verträglich und kaum Nebenwirkungen

Die Heilpflanze Pestwurz (lateinisch Petasites hybridus, engl. Butterbur) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wächst bevorzugt im Auenbereich von Flüssen und Bächen. Ihre Blätter können von erheblichen Umfang sein, auffallend sind die schönen Blüten mit ihren Trauben aus rosavioletten Köpfchen. Für die Behandlung der Migräne werden allerdings nicht die Blätter, sondern ausschließlich die Pflanzenwurzel (Pestwurz-Wurzelstock, Petasitidis rhizoma) zu einem speziellen Extrakt verarbeitet.

In diesem Spezialextrakt sind die potenziell schädlichen Pyrrolizidinalkaloide entfernt, die in der wild wachsenden Heilpflanze enthalten sind. Deshalb darf Pestwurz wegen dieser Pyrrolizidinalkaloide nicht als Tee verwendet oder selbst gesammelt werden, sondern nur in Form von standardisierten pflanzlichen Präparaten, die frei von Pyrrolizidinalkaloiden sind.

Migräne vorbeugen mit Pflanzenkraft

Ein wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoff der Pflanze ist das Petasin. Schon seit der Antike werden die schmerzstillenden, entzündungshemmenden sowie krampflösenden Eigenschaften der Pestwurz (Petasites hybridus) geschätzt. Doch erst das 20. und 21. Jahrhundert haben dank wissenschaftlicher Untersuchungen und Studien das größte Potenzial dieser Heilpflanze so richtig entdeckt. Schon jetzt ist die Behandlung mit Pestwurz-Extrakt zu einem Favoriten in der Migränetherapie bei Therapeuten und Betroffenen avanciert.

Die medizinische Akzeptanz der Heilpflanze Pestwurz zur wirksamen Migräneprophylaxe bezieht sich jedoch nur auf den pflanzlichen Extrakt mit einem quantifizierten Gehalt an Petasin und Isopetasin.

Zu homöopathischen Präparaten, die in verschiedenen Verdünnungsstufen angeboten, liegen keine plazebokontrollierten Untersuchungen zur Wirksamkeit bei Migräne vor.

Etwa 10% der Bevölkerung leidet unter Migräne, bei Spannungskopfschmerzen sind es noch weitaus mehr. Nicht selten treten Migräne und Kopfschmerzen bei entsprechender Veranlagung sogar im Wechsel auf. Frauen sind zweimal häufiger von Migräne geplagt als Männer. Vielen Betroffenen hilft eine Migräneprophylaxe.